Tipps für einen sicheren Schulweg

Fünf Tipps für einen sicheren Schulweg

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Das neue Schuljahr steht kurz bevor und für viele Kinder – aber auch Eltern – beginnt dann ein völlig neuer Lebensabschnitt. Dabei machen sich natürlich gerade Eltern große Gedanken bezüglich des Schulwegs und der Sicherheit ihrer Sprösslinge. Die folgenden Tipps sollen euch dabei unterstützen, euer Kind optimal auf diese Situation vorzubereiten und euch gleichzeitig vielleicht die eine oder andere Sorge abnehmen.

Unsere Ratschläge, damit eure Kinder sicher zur Schule kommen

Tipp 1: Einen sicheren Schulweg auswählen

Der elementare Wunsch aller Eltern ist es, dass ihr Kind schadlos zur Schule und wieder zurück nach Hause gelangt. Ein sicherer Schulweg ist dafür das A und O. Dabei sollte nicht die Länge im Vordergrund stehen: Lieber ein paar Meter mehr in Kauf nehmen und den Nachwuchs eher losschicken, anstatt ihn die ganze Zeit entlang einer Hauptstraße marschieren zu lassen. Auch sollte die Strecke so gewählt werden, dass überall ein Zebrastreifen oder eine Ampel ein sicheres Überqueren der Straße gewährleisten. Kinder können die Geschwindigkeit und damit die Entfernung von Autos noch nicht so gut abschätzen wie Erwachsene und sollten daher auf gar keinen Fall einfach über die Straße gehen. Ebenso ist es wichtig, dass die gesamte Route von einem Fußgängerweg gesäumt ist, damit dein Kind nicht am Straßenrand entlang laufen muss. Einsame Wald- oder Feldwege gilt es zu vermeiden.

Tipp 2: Den Schulweg gemeinsam mit dem Kind üben

Damit dein Kind bereits am ersten Tag weiß, wo es langgeht, ist es wichtig, den Schulweg rechtzeitig zu üben. Geh am besten die gewählte Route vorher im Kopf durch und überlege, wo potenzielle Gefahrenstellen liegen. Diese werden dann vor Ort gezielt besprochen und mit den richtigen Verhaltensweisen belegt. Hierzu zählt beispielsweise, dass man nicht einfach durch geparkte Autos hindurch auf die Straße laufen soll, da einen die Autofahrer so erst ganz spät erkennen können. Auch solltest du mit deinem Kind unbedingt ein „Ampeltraining“ machen, um sicherzugehen, dass es auch wirklich nur bei „Grün“ die Straße überquert. Wichtig ist darüber hinaus eine Erklärung des richtigen Tempos: Unkonzentriertes Trödeln ist genauso gefährlich wie hektisches Rennen. Bitte achte daher auch darauf, dein Kind rechtzeitig auf den Weg zu schicken, damit es sich nicht plötzlich beeilen muss und auf diese Weise die Sicherheit vernachlässigt.

Tipp 3: Sich im Straßenverkehr vorbildlich verhalten

Die beste Verkehrsübung mit deinem Kind hilft nicht viel, wenn du nicht auch selber das richtige Verhalten an den Tag legst. Kinder empfinden ihre Eltern als Vorbild und schauen sich von ihnen eine Menge ab. Wenn also auch du bei „Rot“ die Straße überquerst, ist es sehr schwierig, deinem Nachwuchs zu vermitteln, dass dies falsch ist. In diesem Fall suggerierst du, dass ein gelegentlicher Regelverstoß nicht schlimm ist und folgenlos bleibt. Wichtig ist die Verkehrsregeln auch bei Eile zu befolgen. Zudem imitiert dein Sprössling gewisse Rituale, wenn du sie immer wieder vormachst. Dazu gehört: Am Bordstein anzuhalten, nach links und rechts zu schauen und erst zu gehen, wenn die Autos noch weit genug entfernt sind.

Tipp 4: Regeln und Merksätze für den Schulweg festlegen

Feste Regeln helfen auf dem Schulweg eine gewisse Routine zu entwickeln. Du kannst deinem Kind zum Beispiel mit Kreide eine Linie wenige Zentimeter vor der Bordsteinkante aufmalen und dabei verdeutlichen, dass es nicht näher an die Straße herangehen darf. Beim Überqueren der Fahrbahn sollte es Standard sein immer erst nach links, nach rechts und wieder nach links zu schauen. Ein ausgestreckter Arm am Zebrastreifen in Verbindung mit Blickkontakt signalisiert dem Autofahrer, dass man über die Straße gehen möchte. Losgehen darf das Kind erst, wenn alle Fahrzeuge stehen. Auch kurze, prägnante Merksätze können deinem Filius helfen sicher ans Ziel zu kommen. „Rote Ampel = Stopp!“ ist ein gutes Beispiel genauso wie „Zebrastreifen = Warten!“ Ein Kind kann sich kurze Sätze besser merken als ausschweifende Erklärungen. Achte zudem darauf, dass die Sätze positiv und unterstützend wirken statt streng und verbietend.

Tipp 5: Auf die richtige Kleidung achten

Gerade in den dunklen Monaten sowie bei Regen oder Nebel ist es sehr wichtig, dass dein Kind auffällige Kleidung trägt, damit es von den motorisierten Verkehrsteilnehmern gesehen wird. Düstere Farben wie Schwarz, Grau oder Braun sollten daher tabu sein. Setze besser auf bunte und herausstechende Töne in Kombination mit einer leuchtenden Warnweste. Auch reflektierende Streifen an der Kleidung helfen, im Dunkeln nicht zu verschwinden. Für den Schulranzen gibt es besondere Aufkleber genauso wie gelbe Warnflächen, die dein Kind von hinten gut sichtbar machen.

Unser Fazit

Wie du siehst, gibt es eine Menge hilfreicher Tricks, um den Schulweg so sicher wie möglich zu gestalten. Allen Tipps ist dabei gemein, dass sie einfach umsetzbar sind und darüber hinaus das Verkehrsbewusstsein deines Kindes fördern. Ob es sich nun also um den ersten Schultag handelt, oder dein Kind schon ein „alter Hase“ ist – es liegt an dir, dich und dein Kind gut vorzubereiten und so die Gefahren für alle Beteiligten zu minimieren.

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